England, die althergebrachte Teetrinkernation

Wenn man vom Tee in England spricht, dann ist es nicht verwunderlich, dass dieses Land die Teetrinkernation Nummer 1 ist. Diese besondere Beziehung zum Tee nimmt in den letzten 200 Jahren eine herausragende Rolle ein.

Eingeführt wurde der Tee in England erst im Jahre 1660. Zu dieser Zeit wurde Tee getrunken wenn einen einfach danach war. Dies war nicht nur auf die Zeit am Tage beschränkt. Auch abends und nachts half eine gute Tasse Tee, die Zeit zu vertreiben. Der „Afternoon Tea“ oder auch Abendtee auf Deutsch wurde in breiten Bevölkerungsschichten zum festen Ritual. Dementsprechend war auch das benutzte Teegeschirr etwas Besonderes. Beim Abendtee werden kleine Leckereien verzehrt wie Marmelade.

English Tea

Der „English Tea“ wurde eingeführt durch die vielen Weltreisenden, die natürlich diesen Brauch bald in England etablierten. Das ist kein Wunder, denn England war im 19. Jahrhundert eine Weltmacht. Mit der Industrialisierung war England Vorreiter bei der Entwicklung neuer Produktionsmethoden für die Teeherstellung. Somit konnten sich die Preise für Tee so entwickeln, dass jeder Bürger in den Teegenuss kam.

In England werden bevorzugt sehr ergiebige Teemischungen getrunken. Wer einmal einen guten englischen Tee selbst zubereitet hat, weiß, dass der Tee sehr kräftig im Aroma ist. Daher ist es auch kein Problem, einen zweiten Aufguss zu machen. Dieser ist dann nicht mehr so bitter wie der Erste. Aber das ist reine Geschmackssache. Zum Tee werden in England üblicherweise Milch und Zucker gereicht.

Maßgeblich beteiligt im Handel mit Tee war schon immer die Ostindische Kompanie. Viele Schiffe waren in den Handel eingebunden und der steigende Teeverbrauch im Königreich musste finanziert werden. So kam es dazu im 18. Jahrhundert Opium in das Geschäft mit China mit einzubeziehen. Gepflanzt wurde das Opium in Bengalen und wurde dann gegen Silber in Kalkutta an chinesische Großhändler verkauft. Von dem Silber wurde dann Tee in China eingekauft.