Das Porzellan für den Genuss

Den Tee schmecken, riechen, hören, verstehen, wir wollen ihn wie ein Schluck des guten Weines genießen und das schimmernde Licht des goldenen Getränkes durch das dünne Porzellan beobachten. Zu einem perfekten Teegenuss gehört auch das perfekte Teegeschirr.

PorzellanSchale oder Tasse?

Wussten Sie eigentlich, dass man den fertigen Tee niemals heißhalten darf? Keine Stoffhaube, Thermokanne usw. benutzen? Sie zerstören die Genussqualität des Tees sofort. Ein Teegeschirr aus gutem Porzellan ist die passende Form für den Tee. Seitdem Kaffee und Tee nach Europa gekommen sind, brauchte man auch die dafür passenden Trinkgefäße, damit man sich nicht die Finger verbrennt. Die ersten waren chinesische Trinkschalen aus Porzellan, ohne Henkel. Die kamen etwas später und dazu auch die ersten Untertassen, aus denen man den heißen Tee trinken konnte.

Die großen Namen

Anfang des 18. Jahrhunderts entsteht in Deutschland die erste europäische Porzellanmanufaktur in Meißen und sie bleibt ein großes Vorbild auch für die Porzellanproduktionen in England. Die Namen der bekanntesten englischen Manufakturen sind Chelsea, die älteste Fabrik, bekannter für seine Geschirre Worcester und Bow mit seinem „Knochenporzellan“. Zu denen gehört auch Wedgwood mit dem berühmten klassizistischen Biskuits mit dem farbigen Untergrund, sog. Jasperwaren. Zu Beginn der 60er-Jahre entwickelte Wedgwood ein dünnes Steingut mit einem hellen Scherben, das auch teureres Porzellan ersetzen konnte und schnell zur großen Mode in Europa wurde. Dazu beigetragen haben auch die zwei Lieferungen von Cremewaren an die russische Zarin Katarina II.

Nostalgisch und modern

Ein Teegeschirr, das auch Service genannt wird, besteht aus Teetassen mit Untertasse, eine Teekanne, Milchkännchen und Zuckerdose mit einheitlicher Form und gleichen Mustern von 2 bis 12 Personen. Dazu gehören oft die Schalen für das Gebäck. Im 20. Jahrhundert gehörte es zur Ausstattung der meisten Familienhaushalte. Zu den modernen englischen Teegeschirren gehören auch die dekorative Keramik von Emma Bridgewater, nostalgische Produkte von Royal Albert oder Wedgwood, zeitloses Design von Pimpernell, fernöstlichen Motive von Spode, Blumenmuster von Portmeirion oder Royal Stafford und handgemachtes Geschirr von Burleigh. Es haben sich die Formen als auch die Motive geändert, aber ein englisches Teeservice bleibt das, was es schon vom Anfang war – die Zusammenstellung zweckvoller Gefäße für besonderen Teegenuss. Eine große Auswahl an englischem Teeservice gibt es beispielsweise im Online Shop.

Ein Stück des großen weißen Kandis ist das passende Süßmittel, der macht den Tee nicht süß, aber erhöht den Mehrwert und die gute Stimmung. Und dann können wir endlich das machen, was wir uns schon seit langem gewünscht haben: Einen großen Schluck Tee machen, die Augen schließen und dem Teegeist lauschen … und der goldene Tee bewegt sich in einer Porzellantasse, gibt sein Aroma zurück und beschert uns den hohen Genuss.