Weißer Tee – Teil 2

Was ist weißer Tee?

Wie der schwarze und grüne Tee, wird auch weißer Tee aus der Kamelienpflanze Camellia sinensis gewonnen. Der Unterschied liegt nur in der Verarbeitung, der Fermentation (Lateinisch: Fermentum „Gärung“) und durch die verwendeten Bestandteile der Teepflanzen. Weißer Tee wird nur bis zu zwei Prozent in einem natürlichen Prozess fermentiert. Seinen Namen verdankt der Tee dem hellen Schimmer der noch geschlossenen Knospe, aus denen weißer Tee hergestellt wird. Der Rohstoff erscheint also weiß. Für ein Kilogramm Tee benötigt man etwa 30.000 junge Knospen, die noch immer per Hand gepflückt werden. Zu den bekanntesten Sorten des weißen Tees gehören: Die weiße Pfingstrose (Bai Mu Dan) und Silbernadel (Yin Zhen). Je nach Anbaugebiet sowie Erntezeit kann weißer Tee eine leicht rauchige, fein herbe oder blumige Note enthalten, aber im Abgang ist der Tee immer zart und etwas süßlich.

Weißer Tee und seine Zubereitung:

Das Wasser sollte keinesfalls kochen, weil dadurch der Tee zerstört wird und die Inhaltsstoffe können ihre Wirkung nicht entfalten. Je nach Qualität sowie Sorte sollte die Wassertemperatur zwischen 70 und 80 Grad Celsius liegen. Am besten das Wasser kochen und etwas abkühlen lassen. Die Idealtemperatur beträgt so um die 75 Grad. Nur die erfahrensten Teekenner haben für die exakte Temperatur ein Fingerspitzengefühl. Pro Liter weiches, chlorarmes Wasser werden zwischen 8 und 12 Gramm Teeblätter verwendet. Die Ziehzeit kann bis zu 5 Minuten betragen. Übrigens: Bei weißem Tee sind mehrere Aufgüsse möglich. Dabei verändert sich nicht nur die Intensität, sondern auch die Geschmacksaromen. Und da hochwertiger weißer Tee entsprechend mehr kostet, ist anzuraten, mehrere Aufgüsse zu machen, schließlich will man sein Geld doch nicht aus dem Fenster werfen, oder?

Weißer Tee kaufen

Aus gesundheitlicher Sicht sollte man am besten die Sorte Baihao Yinzhen bzw. Silbernadel aus der Region Fuding der chinesischen Provinz Fujian kaufen. Dies sind zwar die teuersten Tees aber zugleich die wirkreichsten. Für spezielle Anwendungen ist der so genannte
Snow Bud (Xue Ya) aus Fuding zu empfehlen.

Für manche Liebhaber des weißen Tees ist jedoch der gesundheitliche Aspekt nicht so wichtig und da bieten sich die Sorten Pai Mu Tan (White Peony) und Shou Mei an. Diese besitzen einen deutlich intensiveren und ausdrucksvolleren Geschmack. Die Sorte Gong Mei ist im Handel immer weniger anzutreffen.

Ein wichtiger Hinweis für die Güte von weißem Tee sind die Informationen, die dem Verbraucher beim Kauf gegeben werden. Dazu zählt: die genaue Qualitätseinstufung des Tees, Herkunftsland bzw. Region, Größe der Teefarm, verwendete Pflanzteile und die Art der Ernte und Verarbeitung. Der Gang zu einem Teehändler und eine ausführliche Beratung ist empfehlenswert.

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